Sieg in Unterzahl Dem VfB gelang am Sonntagnachmittag ein wichtiger
Auswärtssieg bei der Frankfurter Eintracht. Dabei musste die Mannschaft
von VfB-Cheftrainer Bruno Labbadia in der 15. Minute eine rote Karte für
Kapitän Matthieu Delpierre einstecken. Anschließend kämpften die zehn
Spieler im VfB-Trikot aufopferungsvoll und kamen durch Martin Harnik und
Tamas Hajnal zu einem 2:0-Sieg.
Drei Veränderungen nahm Bruno Labbadia im Vergleich zum
Europapokal-Spiel gegen Lissabon in seiner Startformation vor: Cacau
stürmte anstelle von Sven Schipplock, Serdar Tasci kam für Georg
Niedermeier in die Partie, und Sven Ulreich kehrte für den
angeschlagenen Marc Ziegler zurück ins VfB-Tor. Die Begegnung war von
Anfang an durch viel Kampf geprägt, Chancen hatte zunächst einmal nur
der Gastgeber. Bereits in der zweiten Minute kam Alexander Meier nach
einer Flanke von Sebastian Jung zum Abschluss, köpfte jedoch vorbei.
Kurz darauf rettete Ulreich sein Team bei einem Kopfball von Marco Russ
vor dem Rückstand. Erneut ein Kopfball, diesmal von Theofanis Gekas,
sorgte in der zwölften Minute für Gefahr, landete aber zum Glück neben
dem Kasten.
Nach einer Viertelstunde sah VfB-Kapitän Matthieu
Delpierre nach einer Tätlichkeit an Eintracht-Verteidiger Maik Franz von
Referee Wolfgang Stark glatt die rote Karte. In der Folge agierte
Khalid Boulahrouz als Innenverteidiger neben Serdar Tasci, und Christian
Träsch rückte aus dem zentralen Mittelfeld auf die rechte
Abwehrposition. Gelegenheiten hatte weiterhin nur Frankfurt. Meier
köpfte über das Gehäuse des VfB, kurz darauf ging ein abgefälschter
Freistoß von Pirmin Schwegler knapp am Pfosten vorbei. Die einzige
Möglichkeit für die Mannschaft mit dem roten Brustring hatte in der 29.
Minute Shinji Okazaki, der nach einem Traumpass von Träsch plötzlich
alleine vor Ralf Fährmann auftauchte, seinen Meister aber in Ralf
Fährmann, dem Ersatzmann von Stammtorhüter Oka Nikolov, fand. Theofanis
Gekas testete kurz vor dem Pausenpfiff Sven Ulreich mit einem Kopfball
aus etwa 15 Metern, den der Keeper gekonnt über die Late lenkte. Bis zum
Seitenwechsel blieb es beim 0:0.
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Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart
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Ein schnell ausgeführter Freistoß von Martin Harnik landete beim eingewechselten Timo Gebhart Auch in der Anfangsphase der zweiten Hälfte kamen zunächst nur die
Hessen zu Torchancen. Ein langer Pass von Schwegler fand Gekas, der den
Innenpfosten traf, von wo die Kugel wieder zurück ins Feld sprang. In
der 59. Minute lenkte Sven Ulreich einen Kopfball des eingewechselten
Martin Fenin zur Ecke. Anschließend drehte der VfB auf. Ein schnell
ausgeführter Freistoß von Martin Harnik landete beim eingewechselten
Timo Gebhart, der aus rund 25 Metern draufhielt. Eintracht-Keeper
Fährmann ließ nach vorne abprallen, Martin Harnik setzte nach,
umdribbelte den Schlussmann und schob zum 1:0 (64.) ein. Nur vier
Minuten später fing Zdravko Kumanovic einen Befreiungsschlag von
Fährmann ab, spielte Doppelpass mit Tamas Hajnal und zog ab. Der
abgeblockte Ball sprang vor die Füße von Hajnal, der den Schlussmann der
Frankfurter mit einem Heber zum 2:0 (68.) überlistete.
VfB-Keeper Sven Ulreich: "Das war ein extrem wichtiger Sieg. Kampf, Wille und Bereitschaft haben gestimmt."
Stimmen zum Spiel
In der 71. Minute hätte Shinji Okazaki beinahe das 3:0 erzielt, doch
diesmal war Fährmann zur Stelle und wehrte den Fernschuss des Japaners
zur Ecke ab. Anschließend rannten die Hessen wütend an, doch die
VfB-Defensive hielt stand. Und vor allem Sven Ulreich war es zu
verdanken, dass es bis zum Schluss bei der 2:0-Führung blieb. Der
VfB-Torwart tauchte in der 77. Minute bei einem Schuss von Gekas aus
kurzer Distanz ab und zeigte eine Weltklasseparade. In der 82. und 83.
Minute blockte Cristian Molinaro Schüsse der Frankfurter Angreifer
Ioannis Amanatidis und Theofanis Gekas jeweils zur Ecke. Ein Tor gelang
den Frankfurtern nicht mehr. Am Ende gewinnt der VfB drei enorm wichtige
Punkte im Kampf gegen den Abstieg, die die Mannschaft in Unterzahl sich
mit Kampf und Arbeit verdient hat.