Fussball Der Paukenschlag für die Schaffhauser folgte beim Testspiel in Mackenbach gegen den 1. FC Kaiserslautern nach der Partie, die mit einem 2:1-Sieg für Schaffhausen endete. Denn der Schweizer U-21-Nationalspieler Daniel Pavlovic wurde vom Gegner verpflichtet und fuhr nicht mehr mit der Mannschaft zurück in die Schweiz. «Darüber bin ich alles andere als erfreut», kommentierte Trainer René Weiler den Abgang des umworbenen Mittelfeldspielers. «Das ist ein klarer Substanzverlust. Ich hoffe, dass der Abgang adäquat ersetzt wird», so der Trainer. Von den Verantwortlichen war zu erfahren, dass Pavlovic seinen Vertrag um zwei Jahre beim FCS verlängert hatte, vom Club aber für ein Jahr (mit Option) an Kaiserslautern ausgeliehen wird. Wenige Tage vor Saisonbeginn hat der FCS damit nach David Fall (zu Preussen Münster), Fabian Geiser (Lausanne), Sébastien Roth (?), Enzo Todisco (Gossau) und Javier Santana (?) fünf Stammkräfte verloren. Gekommen sind mit Remo Staubli und Thomas Weller zwei Neue, wovon Weller längere Zeit verletzt ausfällt. Da muss sich der Club schon noch Gedanken machen, wie er die entstandenen Lücken füllen wird.
Trainer Weiler war ob des kurzfristigen Abgangs von Pavlovic die Laune verdorben. Dabei hatte sein Team gegen die Pfälzer eine sehr gute Leistung abgeliefert, aufsässig gespielt und durch eine frühe Führung Sicherheit gewonnen. «Die Leistung insgesamt hat für Zuversicht gesorgt», so Weiler – wäre Pavlovic weiterhin dabei.
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FCS-Spieler Pavlovic wurde an Kaiserslautern ausgeliehen.
Hier ein Interview mit dem zu einem türkischen erstligisten gewechselten Josh Simpson. Er ist ein unglaublich sympathischer Kerl und ich muss sagen, dass ich ihm eher glaube, wie Herrn Kuntz, hätte mich über eine Vertragsverlängerung sehr gefreut....
Interview mit Ex-FCK-Spieler Josh Simpson Simpson: „Der 18. Mai war der schönste Tag meiner Karriere“
Der 18. Mai 2008, als der 1. FC Kaiserslautern mit einem 3:0 gegen den 1. FC Köln den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt schaffte, wird allen FCK-Fans unvergessen bleiben. Auch Josh Simpson, der damals den Führungstreffer erzielte, wird diesen Tag immer in seinem Herzen behalten. Nach seinem Wechsel zum türkischen Aufsteiger Manisaspor ergab sich für „Der Betze brennt“ die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Simpson, in dem der Kanadier auf seine Zeit als Roter Teufel zurück blickt und sich zu den Gründen für seinen Weggang äußert - ein heikles Thema, weshalb wir hierzu auch beim FCK-Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz nachfragten.
Der Betze brennt: Hallo Josh! Du warst von 2006 bis 2009 beim 1. FC Kaiserslautern aktiv, hast in 63 Spielen zwölf Tore erzielt. Wie bewertest Du diese Zeit im Rückblick?
Josh Simpson (26): Nachdem ich zwei Jahre beim Kultclub in London (FC Millwall; Anm. d. Red.) gespielt habe, konnte ich mir zunächst nicht vorstellen, dass die nächsten drei Jahre noch aufregender werden würden. Ich habe die FCK-Fans und die Stadt Kaiserslautern lieben gelernt und habe viele gute Freunde gewonnen, die mir auch nach meiner Zeit in der Pfalz erhalten bleiben werden. Die Zeit beim FCK war für mich unbeschreiblich schön.
Der Betze brennt: Du hattest häufig mit Verletzungen zu kämpfen, dazu gab es hier und da mal Stress mit dem jeweiligen Trainer. Hättest Du in den drei Jahren vielleicht mehr erreichen können?
Simpson: Ich bin ein Spieler, der Zweikämpfe liebt und sucht, da bleiben Verletzungen nicht aus. Hätte ich nur mit zwei Kontakten Alibibälle gespielt, hätte ich mich sicher nicht gegen Köln im Mai 2007 und im Mai 2008 schwer verletzt. Sicherlich hätte ich mehr erreichen können, aber dazu hätte ich verletzungsfrei bleiben müssen.
Der Betze brennt: Ein ganz besonderer Tag in der FCK-Geschichte war der 18. Mai 2008, als mit dem 3:0-Sieg gegen den 1. FC Köln der nicht mehr für möglich gehaltene Klassenerhalt klar gemacht wurde. Du erzieltest in der 70. Minute das 1:0, wenig später musstest Du mit gebrochenem Fuß das Feld verlassen. Welche Erinnerungen verbindest Du mit diesem Tag?
Simpson: Dieser Tag war der schönste Tag in meiner bisherigen Fußballkarriere. Ich hatte im internen Mannschaftskreis angekündigt, dass ich ein Tor schießen werde, was ich vorher in dieser Art noch nie gemacht hatte. Ich erzielte letztendlich das 1:0 und habe mir im Anschluss dreimal den Mittelfuß gebrochen. Die Freude der Fans und die sich anschließende Feier bis in die frühen Morgenstunden werden mir aber trotzdem unvergessen bleiben.
Der Betze brennt: Nach überstandener Verletzung lief es in der vergangenen Saison dann nicht mehr so gut für Dich. Woran lag das aus Deiner Sicht?
Simpson: Als explosiver Sprintertyp ist bei mir die körperliche Fitness das A und O. Bereits nach wenigen Tagen Training hatte ich Ende 2008 wieder gespielt, ohne richtig fit zu sein. Letztendlich war ich in der vergangenen Saison froh, überhaupt wieder Fußball spielen zu können, nachdem mir unser ehemaliger Vereinsarzt Dr. Schläfer mitgeteilt hatte, dass ein dreifacher Fußbruch auch das Ende meiner Karriere bedeuten könnte. Erst nachdem ich mich selbst um Ärzte gekümmert habe und in Dr. Müller-Wohlfahrt (Mannschaftsarzt von Bayern München; Anm. d. Red.) einen überragenden Arzt fand, ging es wieder aufwärts. Letztendlich war ich froh, in der Saison 2008/09 überhaupt wieder auf dem Platz zu stehen und auch darüber, dass ich mich in die Mannschaft zurück gekämpft hatte.
Der Betze brennt: Der FCK hatte Dir dennoch ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorgelegt, welches Du jedoch nicht angenommen hast. Warum nicht?
Simpson: Hierzu muss ich ein wenig ausholen. Zunächst wurde mir im Winter, ich war gerade von meinem Fußbruch ins Mannschaftstraining zurückgekehrt, mitgeteilt, dass ich in der Winterpause ausgeliehen werden sollte. Dies war ein herber Schlag für mich, da jedem bewusst war, dass ich noch nicht fit war und daher auch nicht meinen besten Fußball spielen konnte. Im Folgenden habe ich überwiegend aus der Zeitung erfahren, dass mir ein Vertragsangebot vorgelegt wurde. Ich kann mich noch genau an eine Veranstaltung mit der Mannschaft und den Sponsoren des Vereins erinnern, bei der FCK-Vorstand Stefan Kuntz auf die Frage eines Sponsors mitteilte, dass er sich mit Aimen Demai und mir in aussichtsreichen Gesprächen befinde. Aimen, der neben mir saß, und ich schauten uns an, da Herr Kuntz weder mit Aimen noch mit mir bis zu diesem Zeitpunkt gesprochen hatte. Ende der Saison erhielt mein Berater dann tatsächlich ein Angebot, zu dem uns mitgeteilt wurde, dass es nicht verhandelbar sei. Nachdem wir in Verhandlungen eingestiegen sind, wurde das Angebot deutlich heruntergesetzt. Ich wäre dennoch bereit gewesen, dieses Angebot so anzunehmen, wenn mir von Stefan Kuntz und später vom neuen Trainer Marco Kurz ein klarer Hinweis gegeben wurde, ob und inwieweit mit mir geplant würde. Nachdem Marco Kurz Trainer wurde, habe ich noch mehrfach per E-Mail bei Stefan Kuntz und beim Trainer angefragt und um ein entsprechendes klärendes Gespräch gebeten. Meine E-Mails wurden jedoch zu keiner Zeit beantwortet. Ich hätte jederzeit das Vertragsangebot des 1. FC Kaiserslautern, auch zu verschlechterten Konditionen, angenommen, wenn man mir eine sportliche Perspektive aufgezeigt hatte und der Vertrag erfolgsbezogen gewesen wäre.
Der Betze brennt: Und welche Gründe gaben nun den Ausschlag für Deinen Wechsel zum türkischen Aufsteiger Manisaspor?
Simpson: Seit Januar hatte mein Berater Kontakt zu diversen deutschen und ausländischen Vereinen, unter anderem Manisaspor. Dort hat sich im Gegensatz zum FCK sowohl der Manager als auch der Trainer unheimlich um mich bemüht und mir aufgezeigt, wie wichtig ich in ihren Planungen für die erste Liga sein könnte. Ich habe mir dann vor Ort ein Bild sowohl vom Verein, dem Trainer, der Stadt als auch von den Menschen gemacht. Die positiven Eindrücke waren so gut, dass ich mich entschloss, dort unterschreiben.
Der Betze brennt: Gerüchten zufolge standest Du auch mit Vereinen wie Duisburg und Mönchengladbach in Kontakt. Kam ein Wechsel innerhalb Deutschlands für Dich nicht in Frage, oder gab es hier einfach nur kein konkretes Angebot?
Simpson: Im Winter lag mir ein konkretes Angebot von Hertha BSC vor, das jedoch an den zu hohen Ablöseforderungen des FCK scheiterte. Aufgrund meiner durchwachsenen Saison hatte ich letztendlich nur Angebote aus der zweiten Liga in Deutschland, dort jedoch von nahezu allen Topvereinen vorliegen. Ein Transfer nach Mönchengladbach wäre im Sommer 2008 möglich gewesen, wenn ich mir nicht den Fuß gebrochen hätte. Auch insoweit gab es bereits damals konkrete Gespräche. Ich war mir jedoch insoweit, was die Zweitligisten betraf, mit meinem Berater Dr. Andreas Kirsch einig, dass in Deutschland nur der 1. FC Kaiserslautern in Frage kommen würde. Jeder andere Verein wäre ein sportlicher Abstieg gewesen. Ich war mir sicher, mit dem FCK in den nächsten ein, zwei Jahren in die Bundesliga aufsteigen zu können und dabei eine wichtige rolle zu spielen. Von daher kam ein Wechsel innerhalb der zweiten Liga nicht in Frage.
Der Betze brennt: Welche guten Erinnerungen nimmst Du aus Deiner Zeit beim FCK mit?
Simpson: Ich habe in Kaiserslautern viele Freunde gewonnen, die mir auch nach meiner Zeit in der Pfalz und nach meiner Fußballkarriere erhalten bleiben. Unvergesslich wird mir auch der 18. Mai 2008 und die sich anschließenden Feiern bleiben. In meinem Herzen wird auch ein immer gut gefülltes Fritz-Walter-Stadion und die besten Fans der Liga, insbesondere der Westkurve bleiben. Diese „Simpson, Simpson“-Rufe werde ich in meinem Leben niemals vergessen.
Der Betze brennt: ... und welche schlechten Erinnerungen?
Simpson: Die guten Erinnerungen haben bei weitem die paar schlechten Erinnerungen überwogen, so dass ich diese schon komplett vergessen habe.
Der Betze brennt: Was möchtest Du den FCK-Fans zum Abschied noch mit auf den Weg geben?
Simpson: Ich wünsche dem 1. FC Kaiserslautern, seinen Fans und der Stadt, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind, so schnell wie möglich in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Die Fans und das Stadion sind bereits erstligatauglich, Das Management muss noch ein wenig daran arbeiten, das Ziel, erstligatauglich zu sein, zu erreichen.
Vielen Dank für das Gespräch!
Aufgrund Josh Simpsons kritischer Bemerkungen zu den Vertragsverhandlungen fragte „Der Betze brennt“ auch beim FCK-Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz nach, der sich datz wie folgt äußert: „Aufgrund schlechter Leistungen, seiner Verletzung und einiger disziplinarischer Verfehlungen war Joshs Situation bei Milan Sasic nicht gerade optimal. Drei Tage vor Transferschluss kam sein Berater, Herr Kirsch, mit dem Vorschlag auf mich zu, Josh zu Hertha BSC zu transferieren. Ich zeigte mich gesprächsbereit und Hertha sollte sich bei mir melden. Keiner hat sich gemeldet. Auf Nachfrage von mir bei Michael Preetz (Sportlicher Leiter von Hertha BSC; Anm. d. Red) konnte dieser mit Joshs Namen nichts anfangen.“ Die weiteren Vertragsgespräche mit dem FCK haben sich aufgrund der Trainerproblematik insgesamt hinaus gezögert, so Kuntz weiter: „Dann gab es ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Josh und mir, in dem ich ihm sagte, dass er bei uns gehaltsmäßig unter den besten Fünf ist, leistungsmäßig über die gesamte Saison gesehen aber im letzten Drittel. Ich habe ihm eine Gehaltskürzung von 25% angeboten, die er sich gestaffelt nach Einsätzen wieder hätte zurückverdienen können. Dieses Angebot hat Josh nicht angenommen.“ E-Mails von Josh Simpson seien zu keinem Zeitpunkt bei Stefan Kuntz eingetroffen, lediglich zwei weitergeleitete E-Mails seines Beraters.
KAISERSLAUTERN (osp). Rote Teufel unterwegs: Für die Fußball-Zweitliga-Profis des 1. FC Kaiserslautern geht es heute über Mackenbach - um 18 Uhr steigt da der Test gegen den Schweizer Zweitligisten FC Schaffhausen - ins Trainingslager nach Marburg. Dort bleiben die Lauterer bis 22. Juli.
Ende Juli wird auch Luis Robles in Kaiserslautern zurückerwartet. Der 25-Jährige kehrt als frischgebackener amerikanischer Nationaltorwart zurück. Im letzten Gruppenspiel des US-Teams beim Concacaf Gold Cup in Foxborough/Massachusetts gegen Haiti (2:2) hütete der FCK-Keeper erstmals den Kasten der Amerikaner. Bei Haitis zweitem Treffer allerdings machte Robles keine glückliche Figur. Im Viertelfinale treffen die Amerikaner nun am Samstagabend (Ortszeit) auf Panama. Das Gold-Cup-Halbfinale steigt am 23., das Endspiel am 26. Juli.
Derweil soll heute in Mackenbach der vom VfB Stuttgart erneut ausgeliehene Mittelfeldspieler Georges Mandjeck (20) sein Comeback im FCK-Trikot feiern. Von Januar bis Mai 2008 war der 1,83 Meter große Rechtsfuß schon einmal in zehn Zweitligaspielen für den FCK am Ball. Auch Teststürmer Adam Nemec (23/KRC Genk, vorher Erzgebirge Aue) soll gegen Schaffhausen noch einmal zum Einsatz kommen.
Neben einem Offensivmann will der FCK noch immer auch einen Linksverteidiger verpflichten, der Alexander Bugera vertreten kann. „Wir gehen jedem Hinweis nach", sagt FCK-Trainer Marco Kurz, „und schauen uns die Spieler genau an - denn es muss sportlich passen und finanziell machbar sein."
KONZOKH
Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Ludwigshafener Rundschau Ausgabe: Nr.160 Datum: Dienstag, den 14. Juli 2009 Seite: Nr.9
Wieder ein Mosaiksteinchen Fussball: Rückkehrer Georges Mandjeck soll beim FCK das Zentrum verstärken - Trainer Marco Kurz bastelt an seiner Truppe
VON OLIVER SPERK
KAISERSLAUTERN. Seit drei Wochen arbeitet Marco Kurz, der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, nun mit seiner neuen Mannschaft. Und noch einmal knapp drei Wochen hat der 40-Jährige bis zum Saisonauftakt Zeit, mit dem Team seine taktischen Vorstellungen einzuüben. Es gibt noch viel zu tun.
Das wurde auch beim mäßigen 1:1 (1:0) des FCK am Samstag gegen den französischen Zweitligisten FC Metz deutlich. Zwar klappte das Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen schon besser als zuletzt beim schwachen 0:2 gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden. Aber beim Umschalten vom Vorwärts- in den Rückwärtsgang und umgekehrt offenbarten sich noch einige Mängel im FCK-Spiel. So hatte der selbst oft viel zu ungenau agierende FC Metz mehr Torchancen. Vor allem nach jedoch kaum konsequent zu Ende gebrachten Kontern, bei denen die FCK-Abwehr Unsicherheiten zeigte.
Beim dynamischen Spielsystem, das Trainer Kurz vorschwebt, sind das schnelle Umschalten und Verschieben das A und O. So sollen sich auch im zentralen Mittelfeld Jiri Bilek und Bastian Schulz in offensiver und defensiver Rolle abwechseln. „Sie sollen keine stehenden ,Sechser" sein. Einer muss bei eigenen Angriffen schnell nach vorne preschen", sagt Kurz. Ein System, das für böse Überraschungen beim Gegner sorgen kann, das aber eingespielt sein muss. Das braucht Zeit. Daher wirbt Neuzugang Bastian Schulz um Verständnis: „Wichtig ist, dass die Raumaufteilung stimmt. Aber man darf nicht vergessen, dass wir noch in der Vorbereitung sind."
Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist die Doppelrolle in der Zentrale für beide. „Ich bringe es ihnen bei", betont Coach Kurz schmunzelnd. Bilek meint: „Eigentlich bin ich ein Kämpfer, ich bin am besten, wenn ich in der Defensive dazwischengehen kann. Aber ich arbeite daran, mich in der Vorwärtsbewegung zu verbessern." Sein Mittelfeldpartner lässt wissen: „Eigentlich habe ich mich bisher auch eher als defensiver Mittelfeldspieler gesehen. Aber ich bin hier, um Verantwortung zu übernehmen; auf dem Platz und neben dem Platz." Die Hauptsache, sagt Schulz, sei doch, dass sich einer nach vorne einschalte. Daran wird Kurz auch im Trainingslager in Marburg arbeiten lassen. Dorthin reisen die Roten Teufel morgen nach dem Test in Mackenbach gegen den FC Schaffhausen (Anpfiff: 18 Uhr).
Gegen die Schweizer soll auch Georges Mandjeck spielen, der auf Leihbasis für ein Jahr wieder Teil der Lauterer Truppe ist. Das 20 Jahre alte Talent aus Kamerun war in der Rückserie 2008 schon einmal ein Roter Teufel, damals leihweise für ein halbes Jahr. Dabei absolvierte er zehn Zweitligaspiele für den FCK. Im Abstiegsendspiel am 18. Mai 2008 beim 3:0 gegen Köln gab der technisch starke Mann einen guten Innenverteidiger. Danach kehrte er zum VfB Stuttgart zurück, für den er in der vergangenen Runde aber nur auf drei Kurzeinsätze kam. „Er ist ein sehr flexibler Spieler im Mittelfeldbereich, der von hinten heraus das Spiel gestalten kann", urteilt Kurz, „es ist wichtig, dass wir in den zentralen Positionen auch in der Breite gut aufgestellt sind. Das erhöht den Druck und damit die Qualität." Zudem passe der Rechtsfuß mit seiner robusten Art zu spielen in die Region und als Jungprofi ins FCK-Konzept.
Morgen in Mackenbach kommt erneut auch der slowakische Test-Stürmer Adam Nemec (23) zum Einsatz. „Er hat in Aue in der Zweiten Liga sein Potenzial bewiesen", sagt Kurz, „er ist momentan nicht im Rhythmus. Aber dafür trainiert man ja."
KONZOKH
Quelle: Verlag: DIE RHEINPFALZ Publikation: Ludwigshafener Rundschau Ausgabe: Nr.159 Datum: Montag, den 13. Juli 2009 Seite: Nr.20
Hatzenbühl in der Südpfalz begrüßte die Roten Teufel nicht gerade freundlich, als es pünktlich um 17 Uhr in Strömen zu regnen begann. Die Veranstalter hatten alle Hände voll zu tun, um den gut präparierten Rasen und das liebevoll vorbereitete Gelände vor dem Regen zu schützen. Doch als der Schiedsrichter anpfiff, stoppte der Schauer und die Partie konnte bei strahlender Sonne angepfiffen werden. Bei letztlich also idealen Bedingungen bestimmten die Lautrer über die gesamte Spielzeit das Geschehen, versäumten es aber, die entscheidenden Tore zu machen und unterlagen daher dem Drittligisten aus Wehen mit 0:2.
Erneut hatte Cheftrainer Marco Kurz seine Schützlinge am Vormittag durch eine harte Einheit geführt. Nach etwa zwei Stunden harter Arbeit stand ein gemeinsames Essen und Pflege auf dem Programm. Gegen den Zweitligaabsteiger aus Wehen sollte wie in den vorausgegangenen Spielen zur Halbzeit durch gewechselt werden, also erwartete Kurz ein druckvolles aber ebenso diszipliniertes Spiel. So begann der FCK dann auch im Waldstadion zu Hatzenbühl. Konsequent wurde der Ball i Richtung des Wehener Tores getrieben, doch in der ersten halben Stunde waren Torraumszenen dennoch die Ausnahme. Zu ungenau waren Passspiel und Annahme und zu wenig lief im Zusammenspiel zusammen. So kam es nicht von ungefähr, dass die ersten Torschüssen von Florian Dick mit einem Freistoß aus etwa 30 Metern und Bastian Schulz mit einem Weitschuss kamen.
Von Wehen war bis zu diesem Zeitpunkt kaum etwas zu sehen. Doch nur in der 33. Minute sollten die Gäste nach einem schnell gespielten Angriff trotz Lautrer Überlegenheit in Führung gehen. Hübner schloss unhaltbar für Tobias Sippel ab. In der Folge behielt der FCK die Spielkontrolle, es gelang aber nicht, entscheidend in den Strafraum einzudringen. Ein verzogener Schuss von Jiri Bilek aus der zweiten Reihe, eine halbe Chance vom Testspieler Ngwenya sowie ein schönes Zusammenspiel von Schulz und dem US-Amerikaner blieben die einzig nennenswerten Aktionen bis zur Halbzeit. Kurz wechselt komplett durch und schwor sein neu geformtes Team auf die zweite Hälfte ein. Dem jungen Coach schmecken auch in der Vorbereitung weder Niederlagen noch inkonsequente Auftritte, was er unmissverständlich deutlich machte.
FCK gegen Wehen in Hatzenbühl
Die zweite Halbzeit begann dann auch ein gutes Stück direkter und so kam Marcel Ziemer nach feinem Zuspiel von Sidney Sam zur ersten Großchance, die der Wehener Keeper allerdings vereitelte (55.). Im Gegenzug prüfte Stroh-Engel Geburtstagkind Kevin Trapp, der aber sicher parierte. Hinten stand dennoch die neu formierte Verteidigung um Mathias Abel sicher und ließ bis Mitte der zweiten Hälfte nichts zu.
Vorne lief es besser und beinahe wäre der Ausgleich gefallen, als Danny Fuchs den mitgelaufenen Ziemer bediente, dieser aber aus dem Abseits ein netzte. Und nur Sekunden später war es Fuchs, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber den Ball nicht sauber traf. Stroh-Engel war es dann erneut, der Trapp in der 69. Minute zu überwinden suchte, aber am U19-Nationaltorhüter scheiterte. Doch wenige Minuten später war es dann geschehen, als Stroh-Engel nach einem Querpass per Fuß vollstreckte. Die Zuschauer monierten aber zu Recht vorher ein Foul am jungen Christoph Buchner.
Die Spieler Ricky Pinheiro und Marcel Correia trainieren ab sofort nur noch mit der U23 des 1. FC Kaiserslautern. Nachdem beide am Freitag, 3. Juli 2009, ein Angebot des Clubs über einen zweijährigen Profivertrag nach mehrwöchigen Verhandlungen abgelehnt haben, trafen der Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz und Cheftrainer Marco Kurz übereinstimmend diese Entscheidung.
„Wir haben beiden Spielern ein Angebot unterbreitet, welches an der Grenze dessen ist, was wir in diesem Leistungsbereich finanziell aufbringen können. Beide Spieler haben unser Angebot aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt, obwohl die sportliche Perspektive mit Marco Kurz als Cheftrainer, der ausdrücklich junge Spieler fördert, eine sehr gute gewesen wäre“, erläutert Stefan Kuntz die Entscheidung.
Ricky Pinheiro absolvierte bisher acht Begegnungen in 2. Bundesliga für den FCK, Marcel Correia ist ohne Profieinsatz. Beide verfügen über Verträge als Vertragsamateure bis Juni 2010.
Bastian Schulz verstärkt die “Roten Teufel” 20.06.2009 - 15:55
Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat sich mit Mittelfeldspieler Bastian Schulz von Bundesligist Hannover 96 verstärkt. Der 23-Jährige unterschrieb bei den “Roten Teufeln” bis 2012.
Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat sich zur kommenden Saison mit Bastian Schulz vom Bundesligisten Hannover 96 verstärkt. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Über die Modalitäten des Wechsels vereinbarten die Vereine Stillschweigen.
“Bastian Schulz ist ein junger deutscher Spieler, der schon einige Erfahrung in der höchsten Spielklasse vorweisen kann. Er ist im Mittelfeld vielseitig einsetzbar und überzeugt auch durch seine Zweikampfstärke. Wir sind froh, dass er sich für uns entschieden hat”, sagte FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz.
Schulz hatte seit 1997 für Hannover gespielt und sämtliche Jugendabteilungen der 96er durchlaufen. In der Bundesliga brachte er es bislang auf 23 Spiele (ein Tor).
Kaiserslautern: Buchner macht den Anfang Kurz sagt Ja zum FCK
Marco Kurz übernimmt den vakanten Trainerposten beim 1. FC Kaiserslautern. Der 40-Jährige hat am Donnerstag beim FCK einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2011 unterschrieben und damit der langen Suche von Vorstandschef Stefan Kuntz ein Ende gesetzt. Zudem hat Abwehrspieler Christoph Buchner bei den Pfälzern zugesagt. Der 19-Jährige wechselt ablösefrei von Drittligist Wacker Burghausen zu den "Roten Teufeln".
Engagiert sich nun in der Pfalz: Christoph Buchner ist der erste Neue beim FCK.
Buchner ist beim FCK der erste Neuzugang für die Saison 2009/10. Der Linksfuß, der einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2012 unterzeichnete, bestritt als Innenverteidiger 20 Spiele für Burghausen. Bei weiteren Verpflichtungen hofft FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz in Kürze ebenfalls Vollzug melden zu können: "Für Abschlüsse fehlt noch ein entscheidendes Stückchen."
Das fehlte bei Buchner nicht. "Christoph ist ein Spieler, der genau in unser Konzept passt, da wir die Philosophie, mit jungen Spielern zu arbeiten, weiter verfolgen wollen", erklärte Kuntz. zum Thema
Diese Philosophie soll der neue Trainer umsetzen. Dass Kurz erfolgreich wie bei 1860 München mit jungen Spielern arbeiten kann und Erfahrung mit (zu) hohen Erwartungen bei einem Traditionsklub hat, machte ihn für den 1. FCK zu einem Thema - und nun auch zum Chefcoach. Ob die gefundene Lösung die beste Lösung ist? Man wird sehen. Soll den FCK nach oben führen: Marco Kurz übernimmt den Zweitligisten aus der Pfalz.
"Ich freue mich sehr auf die Aufgabe beim FCK, die ich aus vollster Überzeugung antrete", ließ der Ex-"Löwen"-Coach bei seiner Vorstellung wissen. "Ich möchte mithelfen, in den kommenden Jahren gemeinsam einen erfolgreichen Weg zu gehen", so Kurz, der als Cheftrainer bislang für den SC Pfullendorf und für die "Sechziger" arbeitete. "Mit Marco Kurz konnten wir einen jungen deutschen Trainer für die Aufgabe beim FCK gewinnen. Mit ihm gehen wir gut gerüstet in die bevorstehende Spielzeit und können nun gemeinsam die Kaderplanung abschließen", zeigte sich Kuntz erleichtert.